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Nikolas Migut

StrassenBLUES e.V. - Working for Impact

Wir zeigen kreative Wege aus der Armut. Dazu gehört unser ganzheitliches Konzept „StrassenBLUES Impact“, das WOHNEN, ARBEITEN und INKLUDIEREN umfasst. Dieses haben wir auf Initiative unseres Vorstandsvorsitzenden Nikolas Migut mit seinen sechs Jahren Erfahrung in der Obdachlosenhilfe im Januar 2021 als umfassendes, wirkungsvolles Ziel kreiert. Wir geben dabei obdachlosen Menschen nicht nur ein Dach über dem Kopf durch eine Wohnung nach dem Prinzip von „Housing First“. Wir sind davon überzeugt, dass eine Arbeit Menschen integriert und ihnen ein Einkommen ermöglicht, um so wieder ein Teil unserer Gesellschaft zu werden. Allerdings ist unser Ansatz, dass diese neue - oftmals erste Beschäftigung nach Jahren - eine sinnvolle sein sollte. Daher kombinieren wir sinnstiftende Jobs im Bereich des Natur- und Umweltschutzes mit wohnungslosen und obdachlosen Menschen. Dabei ist es wesentlich, dass Unternehmen dafür bereit sind. Hier sind wir in ersten Gesprächen mit CEOs, wie zum Beispiel mit Nancy Menk von „Das Geld hängt an den Bäumen“ und weiteren Sozialunternehmer:innen aus Hamburg. Uns hilft dabei das Netzwerk von SEND e.V. (Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland), bei dem wir Mitglied sind. Durch den Social Entrepreneurship Monitor des SEND e.V. (https://www.send-ev.de/projekte-items/dsem/) wissen wir, wie sehr deren über 700 Mitglieder während der Corona-Pandemie finanziell gelitten haben. Daher möchten wir mit starken, große Unternehmen gemeinsam ein Zeichen setzen: Die Großen unterstützen die Kleinen im Bereich des Sozialunternehmertums. Ganz praktisch sähe das dann zum Beispiel so aus, dass wir einen obdachlosen Menschen an einen Hamburger Sozialunternehmer vermitteln und dieser in einem Midi-Job dort arbeitet. Ein größeres, finanzstarkes Unternehmen wie Lichtblick – mit denen wir bereits intensiv an diesem Thema dran sind - zeigt sich solidarisch und könnte beispielsweise ein Teil der Lohnkosten übernehmen, um das Sozialunternehmen zu entlasten. Durch den Midi-Job zahlt der obdachlose Mensch Sozialversicherungsbeiträge und hat unter gewissen Voraussetzungen bereits nach sechs Monaten Anspruch auf Leistungen. Durch diese Kombination von finanzstarken Unternehmen + Sozialunternehmen + StrassenBLUES e.V. + Obdachloser gewinnen alle Partner. Wir vermitteln die wohnungs- und obdachlosen Menschen an das Sozialunternehmen, das große Unternehmen beteiligt sich an den Lohnkosten und die Arbeit ist eine sinnvolle Tätigkeit, die zum Gemeinwohl - und hier insbesondere der Natur - zugute kommt.

Informationen zum Projekt

  • Beschreibe in 2-3 Sätzen die Initiative mit der Du Dich bewirbst.

    “Working for Impact” bringt obdachlose Menschen in sinnvolle Arbeit - vorzugsweise im Natur- und Umweltschutz. Sozialunternehmen beschäftigen diese in Midi-Jobs. Durch den Midi-Job zahlt der obdachlose Mensch Sozialversicherungsbeiträge und hat unter gewissen Voraussetzungen bereits nach sechs Monaten Anspruch auf Leistungen. Die Lohnkosten dieser Arbeitnehmer teilen sich das Sozialunternehmen und finanzstarke Unternehmen - ein solidarisches Zeichen für die Arbeitswelt.
    Nikolas Migut hat sich ursprünglich bei den Zukunftswürfen beworben. Da sich die Konzepte schon in der konkreten Umsetzung befinden, sieht die Jury ihn in der Kategorie NEW WORKER:IN. Wir weisen jedoch darauf hin, dass noch kein Konzept final umgesetzt wurde.

  • Was ist neu an dem Konzept? Wie ist der Einfluss auf die verschiedenen Bereiche der Arbeitswelt?

    Diese Konstellation von wohnungs- und obdachlosen Menschen und den von großen, finanzstarken Unternehmen unterstützten Sozialunternehmen gibt es in Deutschland bisher nicht. Es ist ein solidarisches Prinzip, dass das Gemeinwohl fördert und nicht nach Gewinnmaximierung strebt. Einzelne wohnungs- und obdachlose Menschen erhalten durch ihren Verdienst und die finanzielle Absicherung die Möglichkeit, von der Straße in ein eigenes Zuhause zu kommen. Zudem wird die Arbeit mit Kolleg:innen die Integration der von Ausgrenzung bedrohten obdachlosen Menschen fördern.

  • Kann das Konzept als Vorbild dienen? Wie würde das Konzept als Blaupause für andere Unternehmen aussehen?

    Unser “Working for Impact”-Konzept kann für viele Regionen Deutschlands als Modell dienen. Gerade für die Großstädte. Dort gibt es neben obdachlosen Menschen auch ein höheres Aufkommen von Sozialunternehmen sowie größeren, finanzstarken Unternehmen. Es gibt in Deutschland etwa 50.000 obdachlose und ca. 678.000 wohnungslose Menschen (https://www.tagesschau.de/inland/wohnungslose-107.html). Der Matching-Prozess Obdachlose-Sozialunternehmer-Unternehmen ist auf jede Stadt übertragbar. Wir sind gerne bereit, in Zukunft unser Wissen und Erfahrung zur Verfügung zu stellen.

  • Warum sollte das Konzept mit dem NEW WORK AWARD ausgezeichnet werden? Was macht es einzigartig?

    Wie lösen wir die steigende Armut in Deutschland? “Housing First” ist ein Ansatz, um wohnungs- und obdachlosen Menschen ein Dach über dem Kopf zu ermöglichen. Mit “Working for Impact” schaffen wir gleich drei Dinge auf einmal: Eine sinnvolle Arbeit plus Lohn, dadurch die Möglichkeit einer Wohnung und soziale Absicherung und die Integration durch Arbeitskollegen:innen und der Wertschätzung in der Gesellschaft an sich, die zusammen genommen eine Ausgrenzung dieser Menschen aufheben kann.

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