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ZEIT Verlagsgruppe

ZEIT spricht

Die ZEIT Verlagsgruppe ist über die letzten Jahre stark gewachsen. Dies sorgte für die Notwendigkeit eines Kulturwandels in der Zusammenarbeit. Seit 2018 widmet sich ein interdisziplinäres Team der Frage: Wie wollen wir in Zukunft zusammenarbeiten? Was läuft gut? Aber auch: Wo müssen wir ran?

Ein Entwicklungsfeld ist aus Sicht der Mitarbeitenden die interne Streitkultur: bestimmte Themen werden nicht diskutiert. Die Kommunikation findet teilweise zu harmonisch statt. Um besseres Feedback zu geben und zu noch besseren Ergebnissen zu kommen, sollte hier aktiv ein Veränderungsprozess angestoßen werden. Hinzu kam, dass durch die digitale Arbeitsweise während Corona die teamübergreifende Kommunikation und der Austausch innerhalb der Gruppe nachgelassen hat. Deshalb haben wir “ZEIT spricht” gestartet:

Anlässlich unseres 75. Jubiläums hat die ZEIT Verlagsgruppe alle Mitarbeitenden dazu eingeladen, miteinander zu streiten: dazu konnten sie zwölf Ja/Nein fragen beantworten, die sich um aktuelle, in der Gruppe relevante Themen drehen: Sollten wir uns alle duzen? Sind wir uns alle zu ähnlich? Sollten wir alle Gehälter offenlegen? Daraufhin stellte ihnen ein Algorithmus eine Kolleg*in als Gesprächspartner*in vor, die in möglichst vielen dieser Fragen anderer Meinung war, und forderte beide dazu auf, sich unter Vier-Augen zu treffen, um über diese Themen zu diskutieren.

Am 24. Februar 2021 kamen hunderte Mitarbeitende - live und digital - zu kontroversen Gesprächen zusammen, um sich zu ihren Erfahrungen und Perspektiven auszutauschen. Das positive Feedback: Das machen wir wieder!

ZEIT spricht hat nicht nur das Verständnis für unterschiedliche Meinungen gefördert, sondern neue Kooperationen angestoßen, Diversität in Bezug auf unterschiedliche Erfahrungen sichtbar und erlebbar gemacht und den Gemeinschaftssinn gestärkt.

Seit 2017 fördert die ZEIT den demokratischen Diskurs durch Dialogprojekte wie “Deutschland spricht”. ZEIT spricht nutzt die Effekte eines kontroversen 1:1 Dialogs für die Mikrogesellschaft eines Unternehmens - übertragen darauf, was in der Organisation wertstiftend ist, in unserem Falle: eine offene Diskussionskultur und abteilungsübergreifende Kollaboration.

Gerade in einer Zeit, in der wir weltweit polarisierende Tendenzen beobachten, noch verstärkt durch Social Media, liegt uns die Offenheit, miteinander in Austausch zu bleiben, am Herzen. Und was wir im organisationsinternen Kosmos miteinander üben, kann uns auch im Großen helfen.

Informationen zum Projekt

  • Beschreibt in 2-3 Sätzen die Initiative mit der Ihr Euch bewerbt.

    ZEIT spricht ist ein ungewöhnliches und mutiges Projekt der internen Kommunikation und des interdisziplinären Kulturwandel-Teams innerhalb der ZEIT Verlagsgruppe. Alle Mitarbeitenden wurden dazu eingeladen, ein Streitgespräch mit einer Kollegin oder einem Kollegen zu führen rund um Themen, die aktuell im Unternehmen relevant sind und sonst nicht besprochen werden. Das Ziel: unterschiedliche Meinungen verstehen, Kooperation und Diskussionskultur fördern.

  • Was ist neu an dem Konzept? Wie ist der Einfluss auf die verschiedenen Bereiche der Arbeitswelt?

    1.) Es gibt viele Matchings, aber keines, dass die Kontroverse umarmt und so charmant ins Zentrum stellt: über alle Bereiche, Standorte und Hierarchieebenen hinweg werden auf inhaltlicher Ebene kontroverse Gesprächspaare gebildet.
    2.) ZEIT spricht ist die Weiterentwicklung einer “Fuck-up-Night” und stellt die unbesprochenen "Elefanten" im Unternehmen ins Zentrum: Das Format hat unternehmensinterne Themen auf die Bühne gebracht, für alle sichtbar, um sie besprechbar zu machen.
    3.) Diversity, ganz anders: Das Format selbst befördert im Unternehmen ungeachtet der Themenwahl eine offene Diskussionskultur wirklich, da es die Teilnehmenden dazu auffordert und ermutigt, über ihre Haltung und Sichtweisen zu sprechen, wohlwissend, dass das Gegenüber anderer Meinung ist, als sie selbst.

  • Kann das Konzept als Vorbild dienen? Wie würde das Konzept als Blaupause für andere Unternehmen aussehen?

    Das Konzept überträgt die positiven Effekte eines kontroversen 1:1 Gesprächs in den Organisationskontext. Armin Falk et al (2019) haben “Deutschland spricht” wissenschaftlich begleitet und herausgefunden, dass allein ein zweistündiges Gespräch zwischen zwei Menschen mit unterschiedlichen Ansichten nicht nur Empathie, sondern auch den Glauben in den gesellschaftlichen Zusammenhalt befördern kann.

    Diese Effekte nutzt ZEIT spricht - denn auch in Unternehmen schlummern Kontroversen, die nicht benannt und diskutiert werden - gegebenenfalls in kleinem Kreis an der Kaffeemaschine. Gerade in Unternehmen mit diversen Mitarbeitenden und Produkten. Unternehmen, Vereine, Communities und Teams können dieses Format als Tool anwenden, um einen wert stiftenden, internen Austausch zu initiieren.

  • Warum sollte das Konzept mit dem NEW WORK AWARD ausgezeichnet werden? Was macht es einzigartig?

    ZEIT spricht ist ein völlig neuer Ansatz, Mitarbeitende miteinander ins Gespräch zu bringen. Wir nutzen intern schon länger Lunch-Matching-Formate und leben übergreifende Mentoren-Programme - ZEIT spricht hebt sich davon ab. Es feiert unsere Diversität der Meinungen, es sensibilisiert uns für unsere unterschiedlichen Arbeits- und Lebenswelten und Herausforderungen. Es ist ein mutiges, mind-blowing Unterfangen für Führungskräfte und Mitarbeitende, sich auf kontroverse Gespräche einzulassen, die allein über Themen initiiert werden, völlig ungeachtet von Hierarchien oder Zugehörigkeit zu einer unternehmensinternen Gruppe. Dabei ist es ein sehr spielerisches Konzept, um auch die großen Themen zu diskutieren.
    Und zu guter Letzt: Die vermeintliche Kontroverse schafft schlussendlich Nähe.

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