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NEW WORK

Was ist eigentlich New Work?

In der Zeit von „Old Work“ waren Arbeitsplätze knapp und heiß begehrt. Wem sein Job nicht gefiel, der konnte gern gehen. Schließlich standen in der Regel hunderte von Kandidaten vor der Tür, die ihn nur allzu gern machten. Wem seine Tätigkeit nicht gefiel – der hatte eben Pech.

Die Zeiten haben sich allerdings geändert. Die Bedingungen des Arbeitsmarktes haben sich besonders im deutschsprachigen Raum radikal verändert. So hat die demographische Entwicklung dazu geführt, dass es heute einen Mangel an Talenten gibt. Zusätzlich revolutioniert die Digitalisierung unsere Welt. Sie verändert unseren Alltag, die Art und Weise, wie wir kommunizieren, wie wir konsumieren, und zunehmend auch, wie wir arbeiten. 
Hallo Arbeit 4.0. Und gerade die junge Generation Y, die Millennials, steht dem Thema Arbeit mit anderen Werten und Perspektiven gegenüber.

Diesem Wandel begegnet die Arbeitswelt mit der Lösung: New Work

 

Warum wird der Wunsch nach New Work immer größer?

Wir verbringen vielfach mehr Zeit mit unseren Kollegen als mit Familie, Kindern und Freunden. Das ist der Grund, warum immer mehr Menschen eine Tätigkeit wollen, die zu ihrem Leben passt, zu den eigenen Werten, den eigenen Wünschen. Kurz: eine Arbeit die einen Sinn stiftet, einen Purpose gibt. Da diese Wünsche und Bedürfnisse immer vielfältiger werden, wird die Arbeitswelt in Folge immer fragmentierter, diverser, bunter.

Wir finden: Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung. Wir versuchen dabei zu helfen, ein besseres, zufriedeneres, letztlich glücklicheres (Arbeits-)Leben zu führen. Wir fühlen uns dabei dem Diktum von Frithjof Bergmann verbunden, dem heute 88-jährigen Philosophen, der den Begriff „New Work“ geprägt hat und darunter Arbeit versteht, „die man wirklich, wirklich tun will“. Denn in Zeiten, in denen die Automatisierung von Prozessen immer mehr zunimmt, sehen sich Arbeitnehmer mit der Frage konfrontiert, was sie im zukünftigen Arbeitsleben machen wollen.


Was bedeutet jetzt also New Work?

„Mit New Work ist nicht gemeint, dass man am Kickertisch spielt, sondern dass man spielerisch neue Ideen ausprobieren kann.“ – Gerald Hüther
 

  • Der Begriff „New Work“ wurde vom Sozialphilosophen Frithjof Bergmann geprägt
  • Beschrieben wird damit eine Arbeitsweise, die auf die Auswirkungen der Globalisierung und Digitalisierung auf die Arbeitswelt reagiert
  • Die Digitalisierung ermöglicht nämlich zeitliche und räumliche Flexibilität
  • Home-Office, Remote-Work, Gleitzeit und Co-Working-Spaces werden langsam zum Standard
  • Aber auch die Führungskräfte müssen sich dem Wandel anpassen
  • Transparenz, Vertrauensarbeit und Agilität müssen von Ihnen verinnerlicht werden
  • Sie müssen ihre Mitarbeiter aktiv einbeziehen
  • Eine gelebte Feedback-Kultur sorgt für bessere Kommunikation
  • Aber auch der Wunsch nach Selbstständigkeit und Freiräumen wird immer größer
  • Statt Ellenbogengesellschaft und starren Hierarchien stehen Teamgeist, Gemeinschaftssinn und der Wille zur Zusammenarbeit an vorderster Stelle
  • Durch die ständige Erreichbarkeit verwischen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit nämlich langsam
  • Daher besteht auch der Wunsch nach einer besseren Work-Life Balance
  • Millennials sehnen sich nicht nach Statussymbolen, sondern nach einer ausgewogenen Lebenszeit
  • Vor allem aber suchen sie nach einer sinnstiftenden Arbeit, die sie erfüllt und ihnen Raum für Selbstverwirklichung lässt
  • Die Generation Y, die Talente von Morgen, werden sich ihren Arbeitnehmer anhand der Unternehmenskultur aussuchen, nicht nach der Höhe des Gehalts
  • Employer Branding und der War for Talents werden daher in Zukunft an Bedeutung gewinnen
  • Um übermäßigen Stress und vielleicht sogar einen Burnout zu verhindern, sollten zudem Selfcare und Mindfulness nicht vernachlässigt und in der Unternehmenskultur verankert sein

 

Wie verändert New Work die Arbeitswelt?

„Warum muss ich acht Stunden anwesend sein, wenn ich von überall arbeiten kann – und die Arbeitszeit nicht mehr ausschlaggebend für das Ergebnis meiner Arbeit ist?“

Die Fragen, die die Vertreter der jungen Generationen stellen, sind längst zu Fragen breiter gesellschaftlicher Schichten und Alterskohorten geworden. So fragen sich auch immer mehr ältere Arbeitnehmer der Generation Z, ob die traditionellen Vorstellungen von Arbeitszeit, Anwesenheit, Urlaub und Gehalt noch angemessen sind. Kein Wunder, dass praktisch alle Umfragen jüngerer Zeit zeigen, dass Aspekte wie Flexibilität, Zufriedenheit und Sinnhaftigkeit deutlich vor den Angeboten klassischer Anreizsysteme wie Gehalt, Firmenwagen und Titel rangieren, wenn es um die Frage geht „Was ist Ihnen im Berufsleben wichtig?“.

Mitarbeiter brauchen mehr Autonomie! Im rasend schnellen Wettbewerb ist es schlechterdings nicht möglich, komplexe Unternehmen durch Anweisungen von oben herab zu steuern. Besser gelingt das mit autonom agierenden Teams, die die Mittel und die Freiheit haben, Entscheidungen zu treffen und Dinge auszuprobieren. Das Zeitalter des mündigen Arbeitnehmers und der Selbstverwirklichung hat begonnen.

Die Transparenz wird weiter zunehmen! Was hinter Werkstoren und Bürotüren geschieht, ist längst für die Öffentlichkeit sichtbar. In fünf Jahren werden nicht nur Umfragen zur Stimmung im Unternehmen und zur Performance von Vorständen und Führungskräften selbstverständlich sein, sondern auch, dass alle Gehälter transparent sein werden. Sich gegen diesen Trend zu wehren wird chancenlos bleiben.

Wir brauchen ein neues Konzept für Arbeitszeiten! Immer mehr suchen nach Arbeitgebern, die flexible Arbeitszeiten bieten wie 4-Tage-Wochen oder Sabbaticals. Thema Nummer zwei: Homeoffice. Die Bedürfnislage der Arbeitnehmer ist klar. Die gute Nachricht: Für Wissensarbeit ist die Dauer der Arbeit vergleichsweise irrelevant, was zählt, ist das Ergebnis.

 

Den Mitarbeiter als Menschen wahrnehmen, nicht als humane Ressource

„Das autokratische Verständnis von Führung hat ausgedient!“ – Dr. Thomas Vollmoeller

Auch die Führungsstile müssen sich grundlegend ändern. Fest steht: Ein autokratisches Verständnis von Führung, in dem Wissensvorsprünge als Machtinstrument genutzt und Privilegien geschützt werden, hat ausgedient. Wer als Unternehmen künftig erfolgreich sein will, muss ein Umfeld schaffen, in dem Mitarbeiter wachsen können, in dem sie als Mensch wahrgenommen werden, nicht als humane Ressource. Und dazu gehört vor allem, ehrlich miteinander zu sein. Führung bedeutet, Mitarbeiter zu befähigen, ihr Potenzial zu entfalten und Raum für Innovation zu schaffen. Transparenz und eine faire Vergütung sind dabei wichtige Zutaten. Gelingt Unternehmen das, gewinnen alle.

Die Veränderungsdynamik der Arbeitswelt gleicht einer Kerze, die an beiden Enden brennt. Da sind nicht nur die jungen Talente, die immer weniger bereit sind, das Arbeitsleben der Generation ihrer Eltern zu führen, dem sich alles andere – Familie, Freunde, Interessen – unterzuordnen hat. Auch die Unternehmen bemerken, dass sie mit traditionellen Führungsmethoden immer schlechter in der Lage sind, im Wettbewerb und gegen den Innovationsdruck zu bestehen. Das Zeitalter der quasimilitärischen Unternehmensführung ist vorbei. Und das ist gut so.

 
Her mit mehr Diversity

Das Idealbild des stromlinienförmigen Lebenslaufs vieler HR-Abteilungen muss überwunden werden! Zwar sprechen Personalverantwortliche gern von Querdenkertum und diversen Teams. De facto haben ungewöhnliche, gebrochene Lebensläufe nur wenige Chancen. Mit dem immer gleichen lässt sich allerdings nichts Neues erreichen. Menschen sind verschieden, Unternehmen sind verschieden. Lasst uns das fördern. Diversität und Querdenkertum wachsen auf diesem Nährboden – und in der Folge Innovationen.

Individualität erfordert Flexibilität

Wir müssen groß denken – und wenn wir das schaffen, profitieren alle: Unsere Unternehmen werden innovativer. Und wir verbessern die Lebensqualität der Berufstätigen um ein Vielfaches. Und zwar durch besseres Arbeiten.

 

For A Better Working Life!