07.-11. Dezember

Demokratie im Büro

Podcast

Funktioniert die Mitbestimmung in Unternehmen?

Erst wählten die Mitarbeiter des Software-Unternehmens Haufe-Umantis ihre Vorgesetzten – jetzt dürfen sie alle Entscheidungen treffen. Kann Demokratie im Unternehmen wirklich funktionieren? 

Hierarchien abbauen, mehr Mitspracherechte schaffen, in agilen Strukturen die Führungskräfte wechseln – all das lag schon vor der Corona-Krise im Trend. Wie aber können alle Mitarbeiter gemeinsam zügig kluge unternehmerische Entscheidungen treffen? Diese Frage treibt Haufe-Umantis seit Jahren um. Im Sommer 2019 führte das Unternehmen den sogenannten Advice-Prozess ein: Seitdem kann jeder Mitarbeiter Entscheidungen anstoßen und selbst treffen, vorausgesetzt, er oder sie hat vorher den Rat aller betroffenen Kollegen eingeholt. 

Im Zuge der Corona-Krise startete Verena Köppel-Dönni, die sich normalerweise als People Experience Coach in Teilzeit um die Themen Rekrutierung, Kulturarbeit und Transformationsprozesse kümmert, einen solchen Advice-Prozess: So stellte sie Quarantäneregeln auf, stoppte Businesstrips und entschied schließlich, das Büro zu schließen und die knapp 200 Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken – obwohl ihre eigene Geschäftsleitung die Maßnahmen anfangs noch übertrieben fand. Dass Verena, obwohl sie weder für das Gesundheitsmanagement zuständig noch eine Führungsposition besetzt, einfach so bestimmte Führungsaufgaben übernehmen konnte, liegt daran, dass Haufe-Umantis ein demokratisch geführtes Unternehmen ist. 

In dieser NEW WORK Stories Podcast-Folge erzählt Verena, welche Auswirkungen das hatte und welche Rahmenbedingungen Unternehmen schaffen müssen, damit solche demokratischen Entscheidungsformen funktionieren. 

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