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Das Gehalt bleibt als Bindemittel die erste Wahl

kununu Gehaltscheck 2026

9. Februar 2026

Viele deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind mit ihrem derzeitigen Gehalt unzufrieden. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der kununu Gehaltschecks 2026. Der Report zeigt, wie wichtig die Vergütung bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften ist.

Es ist der größte Gehaltsreport Deutschlands: Der kununu Gehaltscheck 2026 basiert auf über 1,13 Millionen Gehaltsangaben von Vollzeitbeschäftigten, darunter rund 615.000 aus dem Jahr 2025. Nach der Erhebung lag das durchschnittliche Bruttojahresgehalt hierzulande im vergangenen Jahr bei 51.272 Euro und damit 2,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Deutliche Unterschiede zeigen sich mit Blick auf Geschlecht, Erfahrung und Verantwortung. Männer erzielen im Durchschnitt ein Bruttojahresgehalt von 53.856 Euro und liegen damit klar über dem Durchschnittsverdienst von Frauen, der bei 47.028 Euro liegt. 

Als zentrale Gehaltstreiber erweisen sich zudem Berufserfahrung und Führungsverantwortung: Während Einsteiger mit bis zu drei Jahren Berufspraxis durchschnittlich 44.876 Euro verdienen, steigt das Gehalt nach mehr als zehn Jahren im Job auf 59.023 Euro – ein Plus von über 31 Prozent. Noch stärker fällt der Effekt von Personalverantwortung aus: Führungskräfte verdienen im Schnitt fast 12.500 Euro mehr als Beschäftigte ohne Führungsaufgaben.

In Stuttgart wird am besten gezahlt

Im Branchenvergleich zählen Finanzdienstleister weiterhin zu den Spitzenreitern. Beschäftigte in der Bankenbranche erzielten mit durchschnittlich 63.013 Euro das höchste Einkommen, gefolgt von Versicherungen und weiteren gut zahlenden Sektoren. Regional betrachtet liegt Stuttgart erstmals an der Spitze der Großstädte mit den höchsten Durchschnittsgehältern, vor Frankfurt am Main und München.

Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten blicken viele Beschäftigte mit Zuversicht auf die nächsten Monate. Laut Gehaltscheck rechnen 54 Prozent fest mit einer Gehaltserhöhung. Dieser Optimismus ist jedoch ungleich verteilt: Während 60 Prozent der Männer von einer Anpassung ausgehen, liegt der Anteil bei Frauen bei 49 Prozent. Auffällig ist zudem die Entwicklung bei jüngeren Beschäftigten. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen erwarten zwar weiterhin 63 Prozent eine Gehaltserhöhung, das sind jedoch neun Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Unzufriedenheit mit dem Gehalt ist groß

Gleichzeitig bleibt die Gehaltszufriedenheit ein zentraler Faktor für Mitarbeiterbindung: Steigende Lebenshaltungskosten führen dazu, dass sich 64 Prozent der Beschäftigten unzufriedener mit ihrem aktuellen Einkommen zeigen. Für Arbeitgebende erhöhe sich damit der Handlungsdruck, so die Studienautoren: Bleibt eine Gehaltsanpassung in der nächsten Verhandlungsrunde aus, würden sich 27 Prozent der Befragten nach einem neuen Arbeitgeber umsehen. Für weitere 13 Prozent der Befragten ist eine ausbleibende Erhöhung sogar ein konkreter Kündigungsgrund.

Mehr Informationen und den vollständigen Report gibt es hier.

red

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