NWA-Gewinner Joint Generations

"Voneinander lernen geht immer"

Joint Generations ist eine Münchner Non-Profit-Initiative, die die Zusammenarbeit zwischen Generationen nachhaltig verbessern möchte. Das Ziel ist, "Kräfte aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zu bündeln, um ein altersdiverses Miteinander ohne die Ausgrenzung einer Gruppe zu fördern." Für das erfolgreiche Engagement bei diesem Vorhaben wurde Joint Generations beim NEW WORK Award 2021 mit dem ersten Preis in der Kategorie "Zukunftswürfe" ausgezeichnet. Anlässlich des Starts der Bewerbungsphase für den NWA22, der am 20. Juni im Rahmen des NEW WORK Festivals vergeben wird, haben wir mit Dr. Irène Kilubi, der Initiatorin und treibenden Kraft des Projekts, gesprochen. Sie berichtet im Interview über die Reaktionen nach dem NWA-Gewinn und die nächsten Pläne.

„NEW WORK AWARD Gewinner 2021“ - wie habt Ihr darauf reagiert? Welche Reaktionen habt Ihr von außen bekommen?

Irène Kilubi: Natürlich haben wir uns im gesamten Team wahnsinnig gefreut! Unser Kernanliegen besteht darin, die Zusammenarbeit zwischen Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Generationen zu verbessern. Wir wussten natürlich, dass diese Frage viele Unternehmen beschäftigt und noch mehr beschäftigen wird. Aber dass wir uns gegen so große und namhafte Player im Wettbewerb durchsetzen würden, damit hatten wir natürlich nicht gerechnet. Und ehrlich - das macht mich auch stolz. Jede und jeder von uns im Team ist in den letzten Tagen auf den NEW WORK Award angesprochen worden. Insofern merkt man schon, dass er auch nach außen wirkt. Und das ist ja auch kein Erfolg, für den man sich verstecken müsste. 

Was sind die drei wichtigsten nächsten Stepstones für Euer Projekt?


Irène Kilubi: Der NEW WORK Award ist eine weitere Bestätigung, dass wir uns mit dem richtigen Thema beschäftigen. Aber ganz ehrlich: Es geht uns nicht um uns. Entscheidend ist, dass die Prinzipien des intergenerationellen Arbeitens Teil unserer Kultur werden. Dazu nehmen wir auch am Accelerator-Programm von Impact Factory teil. Ich glaube, das wird dem Thema einen Boost geben. Außerdem werden wir eine Reverse Mentoring App launchen. Sie unterstützt den offenen Austausch zwischen Älteren und Jüngeren im Team. Denn voneinander lernen geht immer. Solche Lernprozesse anzustoßen, zu begleiten und zu erhalten, geht mit der App. Und drittens planen wir ein Generationenfestival. Uns geht es darum, echte Gelegenheiten zum Austausch zu bieten. Das Festival wird in diesem Sinne ein Forum zum generationsübergreifenden Lernen. Und - wie der Name schon sagt - ein bisschen Spaß machen darf es auch.

Wie beurteilst Du den aktuellen Stand von New Work in der Arbeitswelt allgemein?


Irène Kilubi: New Work ist zurzeit ein großes Thema in jeder Personalabteilung. Das Problem ist: Oft bleibt es bei Zielbildern und Absichtserklärungen. Vielen Arbeitgebern fehlt die Vorstellung, wie sie die Ideen im konkreten Arbeitsalltag umsetzen können. Hier setzen wir an und bieten mit unserer Plattform echte Hilfestellung.
 

Was sind Eure Wünsche für die - hoffentlich bald - kommende Zeit nach der Pandemie?


Irène Kilubi: Eines ist klar: Es wird eine Zeit nach Corona geben. Aber sie wird nicht so sein wie die Zeit davor. Ich weiß, dass gerade jüngere Arbeitnehmende viele der Freiheitsgrade, die uns Homeoffice und neue Medien verschafft haben, erhalten möchten. Aber ich weiß auch, dass gerade ältere Mitarbeitende gerne wieder zurück ins Büro möchten und die direkte Interaktion vermissen. Und es besteht die Gefahr, dass weniger technikaffine Kolleginnen und Kollegen durch remotes Arbeiten abgehängt werden. Wir können als Team nur stärker werden, wenn wir die Bedürfnisse aller Generationen gleichermaßen bedenken und bedienen.

Warum sollte man als Unternehmen, Team oder Einzelperson am NWA teilnehmen?


Irène Kilubi: Jede und jeder, der sich für New Work interessiert, kann vom NEW WORK Award profitieren. Uns hat die Teilnahme dabei geholfen, Aufmerksamkeit zu schaffen für wichtige Anliegen und gute Lösungen. Das ist der Start für Veränderung.

Mehr Infos über den NWA und die Teilnahmebedingungen gibt es hier: https://nwx.new-work.se/award22

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