NEW WORK Award-Gewinnerin Johanna Fink

"Führungskultur ist einer der wichtigsten Wettbewerbsfaktoren"

Am 20. Juni diesen Jahres wird der renommierte NEW WORK Award im Rahmen des NEW WORK Festivals vergeben, aktuell läuft die Votingphase bis zum 10. Juni. Eine der Gewinnerinnen des vergangenen Jahres ist Johanna Fink, die sich dem Thema "Führen in Teilzeit" verschrieben hat und als Coach und Beraterin Einzelpersonen und Unternehmen dabei unterstützt, flexible Arbeitszeitmodelle  auch für Führungskräfte möglich zu machen. Im Interview mit dem NWX Magazin berichtet Johanna über ihre nächsten Pläne und wie der NEW WORK Award dabei helfen kann, Projekte wie ihres weiterzubringen. 

„NEW WORK AWARD Gewinner 2021“ - wie hast Du darauf reagiert? Welche Reaktionen hast Du von außen bekommen?

Johanna Fink: Dass das Event in Hamburg im Herbst 2021 pandemiebedingt ausgefallen ist, hat mich ehrlicherweise schon etwas enttäuscht. Nach eineinhalb Jahren Pandemie hatte ich mich sehr darauf gefreut, mal wieder unter Menschen zu kommen. Die Platzierung war eine schöne Überraschung – und ich habe auch einige sehr tolle Reaktionen aus meinem Umfeld darauf bekommen. 

Was sind die drei wichtigsten nächsten Stepstones für Dein Projekt?

Johanna Fink: Ich habe im Dezember meinen Podcast ‚Führen in Teilzeit‘ gelauncht, damit das Thema weiter an Sichtbarkeit gewinnen kann. Dabei habe festgestellt, dass mir das Podcasten total viel Spaß macht… Im Frühjahr steht dann ein Kurs-Launch an – mein Angebot wird sich an (angehende) Teilzeit-Führungskräfte richten, die über einen längeren Zeitraum hinweg und in einer Community aus Gleichgesinnten an ihrer Rolle arbeiten möchten. Wie es danach weiter geht, wird sich ergeben. Ich habe gemerkt, dass es wichtig ist, dass ich ausreichend Freiraum habe, um die Dinge auf mich zukommen zu lassen. 

Wie beurteilst Du den aktuellen Stand von New Work in der Arbeitswelt allgemein? 

Johanna Fink: Die Pandemie hat dem Thema sicher einen Schubs in die richtige Richtung verpasst. Ich bin gespannt, wie es danach weiter geht. Grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass Unternehmen sich in Zukunft noch mehr um gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bemühen müssen. Dabei wird die Implementierung von New Work, also die Art und Weise wie zusammengearbeitet wird, eine große Rolle spielen.  Für mich ist ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld – und dazu gehört vor allem auch die Führungskultur in einer Organisation – einer der Top-Wettbewerbsfaktoren der Zukunft.

Was sind Deine Wünsche für die - hoffentlich bald - kommende Zeit nach der Pandemie? 

Johanna Fink: Ich wünsche mir, dass wir das wenige Gute aus dieser Zeit mitnehmen und darauf aufbauen. Für mich persönlich hat die Zeit einen großen beruflichen Umbruch mit sich gebracht – für diese Chance bin ich sehr dankbar.

Warum sollte man als Unternehmen, Team oder Einzelperson am NWA teilnehmen?  

Johanna Fink: Der Award bietet einen Möglichkeit, mit dem eigenen Thema sichtbarer zu werden. Gleichzeitig setzt man sich in der Vorbereitung nochmal intensiv mit dem eigenen Konzept auseinander – das habe ich auch als extrem hilfreich empfunden.

Mehr Infos über den NWA22 und die Teilnahmebedingungen gibt es hier

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