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Donnerstag, 22. April 2021

Was macht eigentlich... ein Employer Brand Manager?

Employer Branding gilt als eines der wichtigsten Tools in der modernen Personalarbeit. Für den Aufbau und Erhalt einer starken Arbeitgebermarke, die erfolgreich Talente und Fachkräfte für ein Unternehmen gewinnt und hält, ist eine durchdachte Strategie notwendig. Darum wird das Berufsbild des Employer Brand Manager ebenfalls immer wichtiger.  Welche Qualifikationen für die Rolle erforderlich sind und wie kann sie erlangen kann, schildert der folgende Gastbeitrag der Deutsche Employer Branding Academy (DEBA)

Employer Brand Management sollte in jedem Fall gut ausgebildeten Employer Brand Managern überlassen werden, da Unternehmen so nicht nur schneller, sondern auch nachhaltiger erfolgreich beim Binden und Finden passender Mitarbeiter sind. Denn auch die durch Corona verursachte gegenwärtige Krise wird den Fachkräftemangel nicht verschwinden lassen, vielmehr ist es allein aufgrund demografischer Faktoren absehbar, dass sich dieser noch weiter intensivieren wird.

Die Position des Employer Brand Managers ist enorm vielseitig und verlangt nach fundiertem Wissen, um den Prozess der Arbeitgebermarkenbildung steuern zu können: So müssen die Grundlagen von Marke und Marketing bekannt sein, aber auch der Organisations- Identitäts- und Kulturentwicklung. Darüber hinaus braucht es klassisches Projektmanagement-Know-How, da interne Kommunikation und Stakeholdermanagement herausfordernd sein können. Seit 2013 bietet DEBA zusammen mit dem Executive Education Center der TU München und der Executive Academy der WU Wien einen universitären Zertifikatskurs Employer Brand Manager:in an. XING E-Recruiting ist Partner des Ausbildungsangebotes. Die Teilnehmer erlernen im Kurs, wie sie für ihren Arbeitgeber eine erfolgreiche Arbeitgebermarke entwickeln, die sowohl gegenwärtige wie auch potenzielle neue Mitarbeiter anspricht, deren Identifikation mit dem Unternehmen und somit die Leistungsbereitschaft steigert.

Michael Witzel (Head of Human Resources, Gicom AG) und David Rosenbaum (Leitung Recruiting, Liftstar GmbH) haben den Zertifikatskurs in den vergangenen Jahren durchlaufen und standen uns Rede und Antwort zu ihrer jeweiligen Tätigkeit als Employer Brand Manager und der Ausbildung der DEBA.

DEBA: Was war die überraschendste bzw. einprägsamste Erfahrung, die du bis jetzt in deinem Employer-Branding-Projekt bei Gicom gemacht hast, Michael?

Michael: Zu erleben, wie die EB sich quasi „verselbstständigt“ und an den unterschiedlichsten Ecken und Enden wieder auftaucht, ohne dass dies zentral gesteuert wurde. Das zeigt, dass die Kolleg:innen sich damit auseinandersetzen und identifizieren.

Welchen Chancen & Herausforderungen seht Ihr Euch als zertifizierte Employer Brand Manager im Daily Business gegenüber?

Michael: Man muss auf allen Ebenen Mitstreiter:innen gewinnen, denn eine Person alleine kann EB mit allen Facetten gar nicht umsetzen. Die strategische Dimension des Themas hilft dabei aber auch völlig neue Zugänge zu den Kolleg:innen zu finden.

David: Die größte Herausforderung für mich ist es, dem Thema im “Daily Business” die notwendige Zeit einzuräumen und der Versuchung zu widerstehen, anderen Projekten im nachgelagerten Recruiting/HR mehr Bedeutsamkeit zu schenken. Wer vorne raus investiert und nicht nur den schnellen Erfolg sucht, fährt die Erfolge mittel- und langfristig zwangsläufig ein!

Was hat Euch der universitäre Zertifikatskurs Employer Brand Manager:in, den ihr über DEBA, die TU München und WU Wien absolviert habt, gebracht?

Michael: Inhaltlich und von der Organisation her einer der besten Kurse, die ich je besucht habe. Premium-Wissen in Premium-Ambiente!

David: Der Kurs war sehr informativ, kreativ und durchgängig mit praxisbezogenen Beispielen. Die Veranstaltungsorte und Dozenten waren sehr inspirierend und machen Lust auf das gesamte Thema.

Inwiefern profitiert Ihr von dem erlernten Wissen in Eurem Berufsalltag?

Michael: Es ist ein sehr stabiles Fundament, das die notwendige Sicherheit für das eigene Handeln gibt.

David: Das Wissen hilft mir, Projekte zielgerichtet aufzusetzen und mögliche Risiken im Vorfeld bewerten zu können. Durch das erlernte Wissen habe ich einen guten Zugriff und kann relevante Stakeholder für meine Ideen gewinnen und begeistern.

Was war die überraschendste bzw. einprägsamste Erfahrung, die Ihr aus dem Kurs mitgenommen habt?

Michael: Im ersten Modul verbindet sich einleuchtende Projektmethodik mit wahnsinnig guten Fallbeispielen. Das Thema Strategie hat noch nie so viel Spaß gemacht!

David: Auch ohne Fachwissen betrieben wir bereits gutes Employer Branding und waren als Unternehmen schon auf einem sehr guten Kurs. Die richtige Einstellung und Haltung in Kooperation mit Mut und Transparenz ist mehr als nur die halbe Miete!

Wieso würdet Ihr den Zertifikatskurs empfehlen?

Michael: Kein anderer Kurs bietet eine vergleichbare Qualität: Akademisches Niveau und EB-Know-How sozusagen “direkt von der Quelle”.

David: Weil es eine gute Mischung aus theoretischem Wissen und praktischen Übungen vereint. In der betrieblichen Praxis und Projektierung entscheiden oft Kleinigkeiten über Erfolg und Misserfolg. Mit dem erlernten Wissen stärkt man seine Rolle und wird echte:r Experte:in. Zudem lernt man viele spannende Menschen kennen und baut ein gutes Netzwerk auf.

Angebot: Der nächste universitäre Zertifikatskurs Employer Brand Manager:in der DEBA in Kooperation mit der WU Wien und TU München startet am 5. November 2021. Coronakonform per Zoom. Das Ziel: Employer Branding gestalten und steuern. Passendere Mitarbeiter finden, ihre Identifikation mit dem Unternehmen zu steigern und ihre Leistungsfähigkeit erhöhen. Leser*innen des NWX Magazins sparen bei einer Anmeldung fünf Prozent auf die Teilnahmegebühr. 

Hier gibt es weitere Informationen zum Kursangebot