Endorsement

Nach der Fußballnacht ruft das Homeoffice

Vereinbarkeit von WM 2026 und Job

4. Juni 2026

Zwei Drittel der Spiele der kommenden Fußball-WM werden nach Mitternacht deutscher Zeit angepfiffen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie Beschäftigte hierzulande damit umgehen wollen. Bei der Lösung spielt das Homeoffice eine zentrale Rolle.

Na dann, gute Nacht: 64 der 104 Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika finden hierzulande erst kurz nach null Uhr und häufig sogar noch später statt. Das bringt fußballbegeisterte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in eine Zwickmühle: Wie lässt sich dieses schlafraubende Turnier mit dem Berufsleben vereinbaren? 

Die Antwort fällt laut einer aktuellen Umfrage von kununu* erstaunlich pragmatisch aus. Nicht Urlaub, sondern das Homeoffice ist – für Menschen, die das dürfen – das bevorzugte Instrument, um Nachtspiele und Arbeitstag zu verbinden. Mehr als jede und jeder Fünfte (22 Prozent) plant demnach, an den Tagen nach Deutschland-Spielen von zu Hause zu arbeiten. Unter fußballinteressierten Beschäftigten steigt dieser Anteil auf 36 Prozent. Am Montag nach dem Finale wollen 20 Prozent aller Befragten im Homeoffice bleiben, bei ausgewiesenen Fans sind es 34 Prozent.

Einen kompletten Urlaubstag nach Spielen der deutschen Nationalmannschaft planen dagegen nur 11 Prozent aller Beschäftigten und 20 Prozent der Fans. Häufiger ist die Strategie, den Arbeitsbeginn am Tag nach einem späten Spiel schlicht nach hinten zu verschieben: Ein Viertel aller Befragten will das versuchen. Unter den Fans sind es 43 Prozent.

Ab Mitternacht sind nur noch wenige dabei

Wie stark die Anstoßzeiten das Zuschauerverhalten beeinflussen, macht ein weiterer Befund der Umfrage deutlich. 59 Prozent der Beschäftigten geben an, dass die Uhrzeit eines Spiels eine wichtige Rolle dabei spielt, ob sie es überhaupt einschalten. Spiele um 21 Uhr halten noch 61 Prozent aus beruflicher Sicht für unbedenklich. Bei Spielen um Mitternacht sind es nur noch 19 Prozent – selbst unter ausgewiesenen Fußball-Fans fällt der Anteil dann auf 32 Prozent.

Bei noch späteren Anstoßzeiten fällt die Ausschaltquote noch deutlicher aus: Bei Spielen um drei Uhr morgens planen lediglich sieben Prozent aller Beschäftigten und 12 Prozent der Fans, zuzuschauen. Die Sechs-Uhr-Anstoßzeiten – Fußball zum Frühstück – ziehen immerhin noch 14 Prozent aller Befragten und 24 Prozent der fußballinteressierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an. 44 Prozent aller Beschäftigten wollen die Spiele des DFB-Teams auch nach 22 Uhr schauen. Geht es auf Mitternacht zu, sinkt die Bereitschaft auch hier, auf 28 Prozent insgesamt.

red

*Für die repräsentative Erhebung befragte das Marktforschungsinstitut bilendi im Auftrag von kununu im Mai 2026 mehr als 1.100 Beschäftigte, je zur Hälfte Frauen und Männer, mit einem Durchschnittsalter von 44,6 Jahren. 52 Prozent der Befragten beschrieben sich selbst als grundsätzlich fußballinteressiert.

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