Veränderung, Purpose, Kommunikation

Montag, 09. August 2021

Die wichtigsten Prinzipien neuer Führung

Digitalisierung, Wertewandel, Corona. Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Unternehmen befinden sich ständig im Umbruch. Veränderungen kommen exponentiell und mit ungeheurer Geschwindigkeit, in ihren Auswirkungen oft unabsehbar. Auch Management und Führung funktionieren nicht mehr mit den Methoden von früher. Aber die Ideen von New Work liefern Lösungen für den Kulturwandel, dem sich auch  Management und Führung unterziehen sollten. Hier sind die wichtigsten Punkte dafür.

Vertrauen entwickeln, loslassen lernen

New Work bedeutet bestmögliche Identifikation des Einzelnen mit seiner Arbeit und damit auch Übernahme von immer mehr Verantwortung. Für Führungskräfte heißt die Aufgabe, loszulassen, und zwar nicht nur in "kleinen" täglichen Entscheidungen, sondern auch echte Teilhabe der Mitarbeitenden in Bezug auf Strategie und Prozesse. Dazu braucht es auch und vor allem neue Entscheidungsstrukturen und -wege, die den Wechsel von "top down" Hierarchien zu horizontalen Organisationsformen, die wirklich ernst genommen werden.

Mitarbeitende besser machen

Lebenslanges Lernen wird in den meisten Branchen zur Alltag der Zukunft gehören. Neue Führung in New Work bedeutet deshalb auch, Mitarbeitende kontinuierlich und strategisch klug zu empowern, ihnen individuelle Weiterbildungsangebote zur Verfügung zu stellen und die notwendigen Rahmenbedingungen für erfolgreiche Teams zu schaffen. Es gilt sowohl, Potenziale fordern und fördern, aber auch die Umstände zu berücksichtigen, die jede/r einzelne Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer für seine persönliche Weiterentwicklung braucht. Auch dies unterstreicht die wachsende Bedeutung von Soft Skills gerade für Führungskräfte. Dazu gehört als Führungskraft selbstverständlich auch, seine eigene Entwicklung ernsthaft voranzutreiben.

Die Sinnfrage positiv beantworten

Nach dem berühmten Ausspruch vom "Vater" der New Work-Bewegung, Frithjof Bergmann, sollte Arbeit das sein, „was ich wirklich, wirklich will“. Darum müssen Führungskräfte zwingend Sinn und Zweck der alltäglichen Tätigkeit und seiner übergeordneten Bedeutung vermitteln. Zudem gilt es für sie, als "Botschafter für den Purpose", die Werte des Unternehmens auch vorzuleben und aus der Unternehmensvision heraus konkrete Ziele für die und mit den Mitarbeitenden zu entwickeln.

Veränderung begrüßen und aktiv mitgestalten 

Angesichts der fundamentalen, disruptiven Veränderungen in weiten Teilen der Arbeitswelt benötigten Führungskräfte eine geänderte Haltung zu diesen "Störungen des Vertrauten". Dabei ist es von elementarer Bedeutung, den Wandel nicht nur mehr oder weniger zu begleiten und auf Vorgegebenes zu reagieren. Wichtig ist es, die Veränderung als Chance zur Verbesserung von Einzelnen, Teams oder der gesamten Organisation akzeptiert und aktiv selbst vorantreibt. 

Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation

Transparenz und Diskussionsbereitschaft gehören schließlich ebenfalls zu den zentralen Kompetenzen einer modernen Führungskraft. Nur mit einer solchen offenen Kommunikation, auch über strittige Punkte, ist authentisches Handeln möglich. Dies bildet erst die Basis für eine erfolgreiche Transformation von althergebrachten Methoden und Hierarchien. Sie entspricht der überfälligen Akzeptanz von Mitarbeitenden, ihrer Fähigkeiten und individueller Bedürfnisse.  

Thorben Hansen