Petra von Strombeck über die Zukunft unserer Arbeitsorte

Büro oder Homeoffice? Ja!

Am 20. März endet die Homeoffice-Pflicht, und viele Arbeitgeber bereiten sich darauf vor, ihre Büros wieder zu öffnen und ihre Mitarbeiter aus dem Homeoffice ins Büro zurückzuholen. Allerdings: Eine XING Studie, die das Meinungsforschungsinstitut forsa vor Kurzem durchgeführt hat, belegt: Rund jeder sechste Beschäftigte in Deutschland und der Schweiz möchte auch nach dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht nicht zurück ins Büro. Hier schildert Petra von Strombeck, CEO der NEW WORK SE, ihre Vision unserer zukünftigen Arbeitsorte.  

Für mich ist klar, dass die neue Arbeitswoche anders aussehen wird als vor der Pandemie. Die Wahrscheinlichkeit, dass 100 % der Mitarbeiter wieder Vollzeit ins Büro zurückkehren, ist gleich null – genauso wie die Wahrscheinlichkeit, dass alle Mitarbeiter weiterhin im Homeoffice arbeiten werden. Anders ausgedrückt: Die Zukunft der Arbeit ist hybrid! Die Beschäftigten in Deutschland wollen die neu gewonnene Flexibilität nicht wieder aufgeben. Im Gegenteil. 

Wer Mitarbeiter zwingt, wieder täglich ins Büro zu gehen, läuft Gefahr, diese Mitarbeiter zu verlieren. Der Arbeitsplatz an sich und die Möglichkeit der hybriden Arbeit werden zu entscheidenden Erfolgsfaktoren für viele Unternehmen. Gleichzeitig bin ich davon überzeugt, dass der Anteil an Remote-Arbeit wieder sinken wird.

Ich persönlich bin eine bekennende Bürogängerin. Ich brauche die soziale Interaktion.

Wir Menschen sind soziale Wesen und brauchen den zwischenmenschlichen Kontakt und den Austausch unter Kollegen. Damit wird auch das Büro eine andere Rolle als vorher übernehmen. Es wird sich verwandeln von einem Ort, an dem man sein musste, um seine Arbeit zu erledigen, zu einem sozialen Zentrum, an dem wir uns austauschen, Meetings haben, Aufgaben im Team erledigen und Kontakte pflegen.

Ich hatte das große Vergnügen, im Rahmen eines Streitgesprächs der „Zeit“ über die Zukunft des Büros und der Arbeitswelt zu diskutieren.

Hier ist der Link zum "Zeit"-Streitgespräch mit Petra von Strombeck