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GenZ und die KI: Es ist kompliziert

Umfrage zur Künstlichen Intelligenz im Job

24. April 2026

Eine neue Gallup-Studie zum Verhältnis der GenZ zu Künstlicher Intelligenz liefert einen auf den ersten Blick bemerkenswerten Befund: Unter jungen Berufstätigen überwiegt die Skepsis gegenüber KI deutlich. Und wächst.

Unter den berufstätigen 14- bis 29-Jährigen in den USA hat sich die Einstellung zu Künstlicher Intelligenz im vergangenen Jahr spürbar verschlechtert. Das zeigt die Studie „The AI Paradox", die Gallup gemeinsam mit der Walton Family Foundation und GSV Ventures im Frühjahr 2026 veröffentlicht hat. Für die Erhebung wurden 1.572 Personen zwischen 14 und 29 Jahren befragt.

 

Der auffälligste Befund aus dem Arbeitskontext: 48 Prozent der berufstätigen GenZ sind der Meinung, dass die Risiken von KI im Berufsleben den Nutzen überwiegen. Nur 15 Prozent sehen das umgekehrt, 37 Prozent halten beides für etwa gleich gewichtig. Im Vorjahr lag die Risikowahrnehmung noch bei 37 Prozent, der Anteil mit positiver Einschätzung bei 20 Prozent.

 

Vertrauen in KI-Ergebnisse gering

Auch das Vertrauen in KI-gestützte Arbeit ist begrenzt. 69 Prozent der berufstätigen Befragten geben an, Arbeitsergebnissen ohne KI-Beteiligung mehr zu vertrauen als solchen, die mit KI-Unterstützung entstanden sind. 28 Prozent vertrauen KI-gestützten Ergebnissen mehr. Nahezu niemand vertraut Ergebnissen, die ausschließlich von KI produziert wurden.

 

Parallel zur wachsenden Risikowahrnehmung sinkt das Vertrauen in die Effizienzversprechen der Technologie: Nur noch 56 Prozent der Gesamtgruppe glauben, dass KI-Tools beim Arbeiten schneller machen. Das ist ein Rückgang von 10 Prozentpunkten gegenüber 2025. 42 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass KI dem kritischen Denken schadet, 38 Prozent sagen dasselbe über Kreativität. Acht von zehn halten es für wahrscheinlich, dass KI das Lernen langfristig schwieriger machen wird.

 

Generell gilt: Wer KI häufiger nutzt, steht ihr positiver gegenüber. Unter täglichen Nutzern gaben 69 Prozent Neugier an, 44 Prozent Begeisterung und 38 Prozent Hoffnung. Bei Nicht-Nutzern liegen diese Werte bei 28, 4 und 2 Prozent. Allerdings ist die Stimmung auch unter Heavy Usern im Jahresvergleich schlechter geworden. Die Begeisterung sank in dieser Gruppe um 18 Prozentpunkte, die Hoffnung um elf. Häufige Nutzung schützt demnach nicht vor wachsender Skepsis.

 

Nutzung stagniert trotz ausgebautem Zugang

Insgesamt nutzt etwas mehr als die Hälfte der 14- bis 29-Jährigen KI mindestens wöchentlich – eine Zahl, die sich gegenüber 2025 kaum verändert hat. Das steht im Kontrast zur Entwicklung in Unternehmen: Der Zugang zu KI-Tools am Arbeitsplatz stieg laut einer Analyse der Federal Reserve Bank of St. Louis im Jahr 2025 um 50 Prozent. Deren Studienautoren halten fest, dass strukturierte und zielgerichtete Auseinandersetzung mit der Technologie die wichtigste Voraussetzung für positive Einstellungen sei, nicht die bloße Verfügbarkeit von Tools.

 

red 

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